Toscolano Maderno

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Toscolano Maderno am Westufer des Gardasees

Die Geschichte von Toscolano Maderno

Bezüglich der menschlichen Siedlungsgeschichte betrachtet römischen Ursprungs, war die Gegend rund um die heutige 8100-Einwohnerstadt am westlichen Ufer des Gardasees schon ab ca. 1300 eine der ersten europäischen Regionen, in der im großen Stil Papier hergestellt wurde. Weitere überregionale Bekanntheit erlangte die seinerzeit noch nicht vereinte Doppelstadt ab ca. 1430, nachdem sich die dortige kleine Klosteranlage im Ortsteil Supina über die Jahre immer mehr zu einem viel besuchten Wallfahrtsziel von gläubigen Pilgern entwickelte. Im 17. und 18. Jahrhundert dienten der Gonzaga Palast und die Villa del Serraglio schließlich den damaligen Herzögen von Mantua als Sommerresidenzen. Im Jahr 1928 kam es zum Zusammenschluss der bis dato eigenständigen Städte Toscolano und Maderno. Nach den Wirren des Zweiten Weltkriegs und der faschistischen Repubblica Sociale Italiana zwischen 1943 und 1945 entwickelte sich Toscolano-Maderno seit den 1950er Jahren zunehmend zu einem bei Touristen beliebten Bade- und Ferienort.

Toscolano Gardasee

In der Schlucht des kleinen Flusses „Toscolano“ gibt es einen Wanderweg durch das historische Tal der Papiermühlen.

Sport in Toscolano Maderno

Das bekannteste Wanderrevier um Tascolano Gardasee ist sicherlich das sog. „Papiermühlental“ (Valle delle Cartiere). Das im Jahr 1381 erstmals urkundlich erwähnte Tal belieferte bis zum 16. Jahrhundert Venedig und andere oberitalienische Städte und Gemeinden mit dem damals noch aus Lumpen hergestellten und vergleichsweise teurem Papier. Mit dem Wechsel zu moderneren Produktionsmethoden in den 1950er Jahren schlossen viele Fabriken, doch in dem ehemaligen Unternehmen „Polo Cartiario di Maina Inferiore“ ist heute das sehenswerte Museum zur Geschichte der Papierherstellung untergebracht. Am Eingang des Tals gibt es einen Parkplatz für Pkw, jedoch nicht für Busse, entlang des verkehrsfreien Wanderwegs durch das Tal erläutern Hinweistafeln die historischen und technischen Besonderheiten. Badegäste wiederum mögen den kleinen Strand im Olivenhain bei der Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo und die Badeanstalt „Lido di Maderno“.Radfahrern in Italien Gardasee Toscolano-Maderno sei die landschaftlich schöne Strecke über Maclino nach Sanico, den Passo Spino und Passo della Fobbiola sowie das Valle di Campiglio empfohlen.

Was gibt es in Toscolano Maderno zu entdecken?

Tascolano Gardasee ist auch für seine altehrwürdige romanische Kirche Sant’Andrea aus dem 11. Jahrhundert als eine der schönsten ihrer Art in Oberitalien bekannt. Sehenswert ist ebenfalls die lang gestreckte Seepromenade, ganz besonders in der durch die Beleuchtung des Hafens und der Schiffe funkelnden und glitzernden Nacht. Ein Kleinod inmitten der verschwenderisch grünen Vegetation oberhalb von Italien Gardasee Toscolano-Maderno ist auch dessen Ortsteil Gaino. Von hier starten viele Wanderwege auf den Monte Pizzoccolo und Monte Castello, man hat eine fantastische Fernsicht auf den Gardasee und die Isola del Garda und kann nach Belieben auch sein sportliches Geschick auf dem nahen 18 – Loch Golfplatz von Toscolano testen. Pflanzenfreunde besuchen auch gerne den 10.000 m² großen und von April bis September geöffneten botanischen Garten „Orto botanico Ghirardi“, für den kein Eintritt verlangt wird.

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Toscolano-Maderno liegt am Westufer des Gardasees und erstreckt sich auf einer städtischen Gesamtfläche von 56 Quadratkilometern. Hervorgegangen ist die Gemeinde aus der Fusion der beiden Orte Toscolonao und Maderno im Jahre 1928. Diese waren zuvor nicht nur eigenständig, sondern galten auch als strategisch wichtige Standorte für Oberitalien. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf die geographische Nähe zur einstmals bedeutenden Grenze nach Österreich.

  • Sportmöglichkeiten
    8
  • Ausflugsmöglichkeiten
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  • Hotelangebote
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